Projekte

DER LANGE ABSCHIED VON DER KOHLE

Zu diesem historischen Moment einer Zeitenwende, dem Vertrag der Weltgemeinschaft zum Ausstieg aus der fossilen Energie in diesem Jahrhundert, wird die Werner Kubny Filmproduktion 2015/2016/2017 zur Beendigung des deutschen Steinkohlebergbaus einen 90 Min. Dokumentarfilm herstellen, der die Geschichte der industriellen Kohleförderung und der dabei entstandenen Lebens- und Arbeitskultur im Ruhrgebiet erzählt.

Der Ausstieg aus der Kohle ist in Deutschland seit Jahren beschlossen. Der Film dokumentiert den Weg zu diesem politisch gewollten Beschluss, würdigt zum Abschied aus dieser Industrie die Leistungen des Bergbaus, die hier in den letzten 70 Jahren im Ruhrgebiet erbracht worden sind. Im Fokus des Films stehen dabei die politische und soziale Kultur, die der Bergbau im Laufe seiner Entwicklung geschaffen hat mit den schmerzhaften Auseinandersetzungen und Entscheidungen um einen solidarischen und friedlichen Wandel. Das führte im Laufe von Jahrzehnten zu jener hohen Sozialkompetenz, die es auf diese Weise nur im Ruhrgebiet gibt. Das Know How im Bergbau und im s.g. Nachbergbau, als dem Management der bergbaulichen Hinterlassenschaft (weltweit gefragt), die vielen Aktivitäten in Bildung und Ausbildung und nicht zuletzt die inzwischen große Wertschätzung des Erbes des Bergbaus – die Industriekultur, all das dokumentiert der Film zu einem umfassenden Bild einer bedeutenden Sozial- und Kulturgeschichte in Deutschland und Europa.

Die Dreharbeiten haben im September 2015 begonnen und dauern bis zum Herbst 2016 an. Eine Werner Kubny Filmproduktion mit dem WDR und in Kooperation mit der RAG Aktiengesellschaft. Die redaktionelle Betreuung hat, wie im Jahr 2000 mit „Abenteuer Ruhrpott“ auch die Geschichtsredaktion im WDR mit Beate Schlanstein.

 

DIE BRÜCKE VON REMAGEN

Brücke RemagenDIE BRÜCKE VON REMAGEN
Ein Film von Werner Kubny
WDR FERNSEHEN
Sendung: Freitag, 6. März 2015 – 20.15 Uhr

Eine der erstaunlichsten Geschichten des Kriegsendes 1945 im Westen Deutschlands hat sich an der BRÜCKE VON REMAGEN abgespielt. Über die letzte nicht von der deutschen Wehrmacht gesprengte Brücke über den Rhein zwischen Erpel und Remagen verkehrten Züge, u.a. zur Westfront nach Frankreich. Diese Brücke spielt 10 Tage im März 1945 eine entscheidende Rolle für das Ende des II. Weltkriegs. Der Ludendorff-Brücke, wie sie hieß, wurde weder von der deutschen Wehrmacht noch von den alliierten Truppen große strategische Bedeutung beigemessen. Buchstäblich über Nacht verwandelte sich die Brücke dann zu einem der entscheidenden Schauplätze des Kriegsendes.

Kaum jemand, der heute die Brückentürme von Remagen oder Erpel besucht, ahnt, welche außergewöhnlichen Ereignisse hier 1945 stattgefunden haben, welche tragischen persönlichen Schicksale damit verbunden waren und bis heute Menschen beschäftigen. Innerhalb eines Nachmittags am 7. März 1945 wurde die Brücke von der US-Army erobert und für einen raschen Vormarsch genutzt. Der 1969 herausgekommene Hollywood-Film dramatisiert diese Eroberung in einer für Hollywood typischen Weise.  Werner Kubnys Dokumentation erzählt mit eindrucksvollem Archivmaterial und den Erinnerungen von deutschen und amerikanischen Zeitzeugen aus deren Sicht die Geschichte, die sich vor genau 70 Jahren am Rhein wirklich abgespielt hat. Nicht unwesentlich ist bei dieser Spurensuche die Erkenntnis, dass sich mit der Eroberung der Krieg am Rhein um Wochen verkürzte und damit eine weitere furchtbare Katastrophe den Deutschen und Europa erspart geblieben ist.

Produktion und Regie: Werner Kubny – Kamera: Stefano Levi – Schnitt: Christoph Tetzner-Kannen
Eine Werner Kubny Filmproduktion für WDR Fernsehen 2015

 

RHEINBRÜCKEN

Hier die Sendedaten für die soeben hergestellten
„BRÜCKENGESCHICHTEN VOM RHEIN“.
Das Thema ist ja im ganzen Land so aktuell wie nie – so kann es gehen…..
Danke nochmals an alle, die bei dieser großen Produktion an so vielen Drehtagen so engagiert mitgewirkt haben.
Hohenzollenrbrücke 1945
WDR Fernsehen
Folge 1 „Brückengeschichten vom Rhein“
 – Vom Neubeginn in Trümmern –
Sendung am 22.2.2013 – Freitag 20:15 Uhr – 45 Minuten
Infos unter:
Folge 2 „Brückengeschichten vom Rhein“
 – Von Heldentaten und Rettungsaktionen –
Sendung am 1.3.2013 – Freitag  20:15 Uhr – 45 Minuten
Infos unter:
www.wdr.de/tv/wdrdok_af/sendungsbeitraege/2013/0301/brueckengeschichten_vom_rhein-helden.jsp
 

mySherpas.com Crowdsponsoring Aktion

Werde ein echter Sherpa (!) und trage einen kleinen Teil des Gepäcks, das wir benötigen, um den Ärzten des Tilganga Eye Hospital in Nepal und des Himalayan Cataract Projectdeutschlandweit und weltweit eine Stimme zu geben! Wir wollen diese Geschichte über die Arbeit von Dr. Sanduk Ruit aus Nepal und Dr. Geoff Tabin aus den USA auch dem deutschen Publikum zur Verfügung stellen. Dazu brauchen wir Geld: für die Herstellung der deutschen Fassung, für die Produktion der DVD und der dazugehörigen Musik-CD. Diese “Independent Production” wurde von uns selbst ohne Filmförderung und Fernsehgelder produziert, weil uns das Projekt am Herzen lag. Auf diesem Wege wollen wir mit Hilfe unkonventioneller Kanäle ein großes Publikum erreichen. Hier geht’s zu der Seite! mySherpas

Out of the Darkness, 2010

OUT OF THE DARKNESS

81 min (Cinema) 

Directed by Stefano Levi. Produced by Werner Kubny, Per Schnell and Stefano Levi. Directors of Photography: Luca Coltri, Stefano Levi. Written by Stefano Levi, Lisa Wagner. Music by Prem Rana (Autari) and Markus Aust. Sound: Rosalie Kubny.

Out of the Darkness. Official Poster

SYNOPSIS. More than half of the world’s preventable blindness is caused by cataract disease, a clouding of the clear lens of the eye. In developing countries like Nepal, it is not only a personal tragedy, but can devastate the economy of entire communities. Fortunately, it is also easy to cure. Cataract surgery is one of the most effective medical interventions on earth, but until recently was considered too expensive to provide to the rural poor.

Most of the world’s blind people live in remote, impoverished areas. The majority of doctors able to cure them work in cities. Dr. Sanduk Ruit from Nepal, and his American partner, Dr. Geoff Tabin, have made perfecting a portable low cost surgical procedure to restore sight their life‘s work. They trek to Nepal’s remote Northeast, carrying an entire hospital on porters‘ backs. Their mission is to bring the needlessly blind out of the darkness.

Official Website: www.outofthedarkness-film.com

 

Was Bleibt Sind Wir, 2010

 

Was bleibt sind. Film Plakat

Zehn Jahre nach dem Film ABENTEUER RUHRPOTT – von Werner Kubny, der sich bereits mit den inneren Kämpfen und der Veränderung im Leben der Menschen aus dem „Revier“ beschäftigt – blicken Werner Kubny und Per Schnell in WAS BLEIBT SIND WIR hinter die renovierten Fassaden, um zu erfahren, wie der Wandel das persönliche Leben der Menschen im Ruhrgebiet verändert hat. Im Zentrum steht die Frage, was übrig bleiben wird von der Ruhrpott-Identität, die einst von der ansässigen Schwerindustrie geprägt wurde. Ein Jahrzehnt später begeben sich die Filmemacher erneut auf die Spurensuche im Ruhrgebiet, um mit WAS BLEIBT SIND WIR ein subjektives Stimmungsbild der Menschen zu zeichnen.

Sie besuchen die Protagonisten aus ABENTEUER RUHRPOTT erneut, porträtieren Personen, die in der alten Struktur aufgewachsen sind, Verluste erlitten haben und sich mit mehr oder weniger Widerstand an die neuen Gegebenheiten anpassen mussten.

Wie Grashalme die Kraft entwickeln können durch Beton zu wachsen, entwickeln sich jenseits von Kohle und Stahl die Perspektiven: Mit sanftem Druck von unten, mehr oder weniger unbemerkt, gestalten sich die Menschen ihr Ruhrgebiet neu. Der Film begleitet einen hochinteressanten zeitgeschichtlichen Prozess über viele Jahre entlang an den Biografien einzelner Menschen, die noch einiges zu sagen haben.

Hier der Link zur Homepage des Films: www.was-bleibt-sind-wir.de

 

Stein ist Leben

Die Geschichte der Steinhauer von Lindlar

Hans-Josef Fischer behaut einen Mauerstein

Ein Dokumentarfilm über Steine, Veredlung, Schönheit und die Menschen, die so hartnäckig die s.g. „Grauwacke“ bearbeiten. Ein Stein, der seit vielen hundert Jahren zum Landschaftsbild des Rheinlandes gehört – in Lindlar, im Bergischen Land, wird er gebrochen und weiterverarbeitet. Die Grauwacke wird inzwischen für anspruchsvolle Gestaltungskonzepte modernen Architektur eingesetzt. Bauprojekte mit einer hochwertigen Innen – und Außengestaltung machen den Lindlarer Stein zu einem international gefragten Naturprodukt. Behauene Werk- und Bausteine für den Außenbereich macht der Steinhauer Jupp Fischer. Für ihn hat die Hauerarbeit nichts Eintöniges. Er freut sich immer noch über jeden Stein, den er fachgerecht behaut. Zeigt sich doch in den vielen Bauwerken seiner Heimat die große handwerkliche Güte des Steinhauerhandwerkes.

Kölner Stadtarchiv

EIN JAHR NACH DEM EINSTURZ –
WIE KÖLN SEIN GEDÄCHTNIS WIEDERFINDET
 

Ein Film von Werner Kubny, Per Schnell und Kamilla Pfeffer

Eine alte gerettete Urkunde.

Als am 3. März 2009 das Kölner Stadtarchiv einstürzte, richtete sich verständlicherweise zunächst die Aufmerksamkeit und Sorge auf die Verschütteten und auf diejenigen,
die ihre Wohnungen verloren hatten. Die nächste Frage gilt der Verantwortung für dieses Unglück. Doch daneben und dahinter wird deutlich, wie unermesslich groß der kulturelle Verlust ist. Das Stadtarchiv stand nie wirklich im Rampenlicht, doch es war das größte und bedeutendste nördlich der Alpen, enthielt den wichtigsten Bestand an mittel-alterlichen Dokumenten, Tausende von Urkunden von Kaisern, Fürsten und Kaufleuten, von Klöstern, Kirchen und Päpsten, alle Ratsprotokolle der Stadt Köln seit dem 14. Jahrhundert, wertvolle alte Handschriften – und fast 800 Nachlässe prominenter Kölner. Das alles lag am 3. März plötzlich unter Trümmern und wird seitdem mit höchstem Aufwand geborgen.

Schuttberg nach dem Einsturz

Werner Kubny, Per Schnell und Kamilla Pfeffer haben für ihre Dokumentation seitdem – zum großen Teil exklusiv – beobachtet, was alles getan wird, getan werden muss, um wenigstens einen Teil der Archivbestände zu retten und wiederherzustellen. Sie haben Profis und freiwillige Helfer bei ihrer Arbeit begleitet – und heraus gefunden, dass die Hinterlassenschaften der Vergangenheit für manche von ihnen eine ganz persönliche Bedeutung haben. Sie haben die seltenen Glücksmomente mit erlebt, bei denen besonders wertvolle Urkunden oder Bücher wenig oder gar nicht beschädigt geborgen werden konnten. Vor allem aber haben sie mit Menschen gesprochen, die – wie die Schriftsteller Dieter Wellershoff und Günter Wallraff – mit dem Einsturz des Archivs große Teile der eigenen künstlerischen Arbeit oder – wie René Böll – den Nachlass naher Angehöriger verloren haben.

So wird bei dieser Zwischenbilanz ein Jahr nach dem Unglück klar, dass der Schuttberg mitten in Köln sehr vielfältige und sehr menschliche Züge trägt – und dass der Weg
hin zu einer vollständigen Wiederherstellung des „Gedächtnisses“ noch sehr, sehr lang sein wird.

Kamera: Werner Kubny / Matteo Cocco / Per Schnell
Ton: Rosalie Kubny / Jürgen Brügger
Montage und Endfertigung: Christoph Tetzner-Kannen
Sprecher: Jürg Löw  Musik: Markus Aust
Mischung: SoundVision Köln
Herstellung: Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion Köln
Redaktion: Beate Schlanstein WDR