WERNER KUBNY FILMPRODUKTION

Dokumentationen & Filmproduktionen für Kino & Fernsehen seit 1983

Ausgewählte Produktionen I von 2018 - 2000

Der lange Abschied von der Kohle 2018 Rettung auf Dahlbusch 2018 Brücke von Remagen 2014 Brückengeschichten vom Rhein 2013 Was bleibt sind wir 2011 Out of the Darkness 2011 Der verbotene Kick 2009 Zeitreise Rheinland 2009 Stein ist Leben 2009 Das Archiv 2009 Der Rheinfischer 2008 Der Steinhauer aus dem Bergischen Land 2008 Der Blaupliesster 2003 Abenteuer Ruhrpott 2003 Die Helden von Eisenheim 2003 Der Ball ist rund 2003

 

HInweise:

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 zu den mit diesem Symbol gekennzeichneten Produktionen ist Ausschnittsmaterial 
                   in Fernseh- und Kinoqualität auf Email-Anfrage erhältlich.

 Diese Produktion ist im Shop als DVD erhältlich.


DER LANGE ABSCHIED VON DER KOHLE

Ein Film von Werner Kubny und Petra Neukirchen

Kinofilm Länge 112 Min. Farbe & S/W – Filmformat Breitwand

Das Ruhrgebiet und das Ibbenbürener Revier sind in vielerlei Hinsicht „auf Kohle gebaut“. Wenn im Dezember 2018 die letzten Tonnen Steinkohle nach über 150 Jahren Industriegeschichte gefördert und die letzten beiden Zechen geschlossen werden, dann geht viel mehr zu Ende als nur ein großes Kapitel deutscher Industriegeschichte. Der Bergbau hat über viele Jahrzehnte die Landschaft und die Menschen geprägt, ihre Mentalität und Alltagskultur. Die unverkennbare Identität hat auch heute noch, nach langen, harten Jahren des Strukturwandels, viel mit Kohle zu tun.

Die Filmemacher Werner Kubny und Petra Neukirchen schlagen in ihrem Dokumentarfilm den Bogen von den 1950er Jahren, als die Kohleförderung ihren Höhepunkt erreichte, bis zum bevorstehenden endgültigen Aus. Der Film erinnert an die Zeit, als der Bergbau der Motor des bundesdeutschen Wirtschaftswunders war und mit der Montanunion zur Keimzelle eines geeinten Europas wurde, an den Beginn der Zechenschließungen, die vielen Kämpfe der Bergleute um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, die Anstrengungen im Bereich Gesundheit und Sicherheit der Bergleute und die Gründung der RAG, deren Aufgabe neben der Steinkohlenförderung es war und ist, die permanente Reduzierung der Standorte ohne soziale Verwerfungen zu bewerkstelligen.

Der Dokumentarfilm begleitet Bergleute an ihre Arbeitsplätze unter und über Tage, beobachtet ihren persönlichen Abschied von der Kohle und lässt die besondere Atmosphäre aus Kameradschaft, Zuverlässigkeit und Solidarität spürbar werden, ein Miteinander, das sie alle beschwören. Der Film geht aber auch an die Orte, wo die Zukunft nach dem Bergbau schon längst begonnen hat, wo das Erbe der Kohle mit Industriekultur, Nachbergbau und der Neubelebung ehemaliger Zechenstandorte auch künftig die Region unverwechselbar machen soll.

Eine Werner Kubny Filmproduktion hergestellt für Westdeutscher Rundfunk und mit Unterstützung der RAG – Kinofilm © Werner Kubny Filmproduktion 2018 –
Alle weiteren Informationen wie Angaben zur Filmcrew und Bilder siehe auch www.abschied-von-der-kohle.de

  


RETTUNG AUF DAHLBUSCH

Der Zeitzeuge Wilhelm Tax erzählt

Ein Film von Werner Kubny

Länge 23 Minuten – 16:9 PAL – Farbe & S/W

Am Samstag, den 7. Mai 1955 geschieht ein Grubenunglück auf dem Bergwerk Dahlbusch in Gelsenkirchen-Rotthausen. Drei Kohlenhauer, die unter Tage im Flöz Wilhelm in der Nähe des alten Blindschachts 8 in bald 900 Meter Teufe gearbeitet haben, werden verschüttet. Der nahe Blindschacht war durch die Explosion einer Druckluftleitung zusammengebrochen.
1955 waren in Gelsenkirchen bereits schwere Grubenunglücke geschehen, sodass die Bergleute nach dem erneuten Unglück alles daransetzen, ihre drei verschütteten Kumpel zu retten. Wilhelm Tax, tief verwurzelt mit Gelsenkirchen und dem Bergbau ist seinerzeit Vermessungsfahrsteiger auf dem Bergwerk Dahlbusch und heute einer der letzten Zeitzeugen, die dieses Unglück und die Rettung der eingeschlossenen Bergleute miterlebten. Er erzählt die Geschichte dieser Rettungsaktion mit der „Dahlbusch-Bombe“, wie das Rettungsgerät später genannt wurde.

Verwendet haben wir zu dieser Erzählung die Spieldokumentation „Ein neuer Weg – Rettung eingeschlossener Bergleute“. Dieser 1957 hergestellte Film stellt das Unglück mit Bergleuten nach und wurde vom damaligen Steinkohlenbergbauverein in Auftrag gegeben. Das Bergbau-Museum Bochum hat freundlicherweise diesen historischen Film zur Herstellung dieser Dokumentation zur Verfügung gestellt.

 


BRÜCKE VON REMAGEN

Ein Film von Werner Kubny

Am Rhein, zwischen Bonn und Koblenz, gibt es einen Ort, der wie kein anderer in Deutschland eine dramatische Geschichte des 2. Weltkriegs erzählen kann: die Brückentürme der ehemaligen Ludendorffbrücke in Remagen und Erpel. Bis März 1945 fahren über diese Eisenbahnbrücke Züge zur Westfront nach Frankreich. Die Brücke selbst existiert heute nicht mehr. Nur die Brückentürme an beiden Seiten des Ufers mit dem Friedensmuseum in den Türmen von Remagen geben heute Zeugnis davon, welche dramatischen Ereignisse hier im März 1945 stattgefunden haben und vor allem: welche persönlichen tragischen Schicksale mit dieser Brücke verbunden sind…..Am Ende des 2. Weltkriegs spielt diese Brücke eine entscheidende Rolle für den Ausgang des Krieges.

Nach aufwendigen Dreharbeiten in Remagen, Erpel, dem Westerwald und in Pennsylvania, USA im Herbst 2014 sind die Schnittarbeiten im Januar 2015 beendet worden. Die anschließende Endfertigung des Films wird sich noch bis Mitte Februar hinziehen. Sendung wird zum 70-jährigen Gedenken des Ende des Krieges im Rheinland am Freitag, den 6. März 2015 um 20.15 Uhr im WDR Fernsehen sein.

Eine Auftragsproduktion der WERNER KUBNY FILMPRODUKTION  für WESTDEUTSCHER RUNDFUNK KÖLN – Redaktion Geschichte Beate Schlanstein

Idee und Buch: Günter Bäcker und Werner Kubny

Kamera: Stefano Levi

Ton: Rosalie Kubny

Flugaufnahmen: Kopter-Media

Schnitt: Christoph Tetzner-Kannen

Produktionsleitung: Christian Wulf, WDR

Regie: Werner Kubny

 


WAS BLEIBT SIND WIR

Kino- und Fernsehfilme von Werner Kubny & Per Schnell

Kinofilm 103 Min. Farbe & S/W – Breitwand

Fernsehfilme à 45 Min. Farbe & S/W – Filmformat 16 : 9

Eine Landschaft, die zu Spaziergängen im Grünen einlädt. Industriehallen, die Kunst und Kultur beherbergen - der Ruhrpott ist schön geworden, der Strukturwandel ist nahezu vollzogen. Die Filmemacher Werner Kubny und Per Schnell haben diesen Moment genutzt, um ein letztes Glühen einzufangen. Zehn Jahre nach Werner Kubnys Film ABENTEUER RUHRPOTT blicken sie in WAS BLEIBT SIND WIR hinter die renovierten Fassaden, um zu erfahren, wie der Wandel das persönliche Leben der Menschen im Ruhrgebiet verändert hat. Im Zentrum steht die Frage, was übrig bleiben wird von der Ruhrpott-Identität die einst von der ansässigen Schwerindustrie geprägt wurde. Sie begleiten Menschen, die noch in ABENTEUER RUHRPOTT um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze gekämpft haben, die den Umbruch des Ruhrgebiets seit mehr als 20 Jahren miterleben. Ebenso wichtig wie der Blick in die Gegenwart ist den Filmemachern die Frage nach der Zukunft: In welcher Stimmung befindet sich die junge Generation, die sich mit neuen Aufgaben einer gewandelten Region beschäftigt? Wie sehen sie ihre Heimat, mit was identifizieren sie sich und wie steht es zukünftig um die legendäre politische Kampfbereitschaft im Ruhrgebiet? Ein Kinofilm über das Zusammenleben der Menschen in einer Region, in der es „Maloche“ nicht mehr gibt.

Fernsehfilme jeweils 45 Minuten:

Teil 1 – Von der Kohle geprägt

Teil 2 – Kämpfer aus Tradition

Teil 3 – Ohne Humor geht’s nicht

sowie der Kinofilm mit 104 Min.

Eine Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion mit Werner Kubny Filmproduktion in Koproduktion mit Westdeutscher Rundfunk und WDR Mediagroup sowie Förderung durch Filmstiftung Nordrhein-Westfalen. © WDR + Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion, Werner Kubny Filmproduktion 2011

   


BRÜCKENGESCHICHTEN VOM RHEIN

Hier die Sendedaten für die hergestellten „BRÜCKENGESCHICHTEN VOM RHEIN“. Das Thema ist ja im ganzen Land so aktuell wie nie – so kann es gehen….. Danke nochmals an alle, die bei dieser großen Produktion an so vielen Drehtagen so engagiert mitgewirkt haben. WDR Fernsehen

Folge 1 „Brückengeschichten vom Rhein“  – Vom Neubeginn in Trümmern – Sendung am 22.2.2013 – Freitag 20:15 Uhr – 45 Minuten

Folge 2 „Brückengeschichten vom Rhein“  – Von Heldentaten und Rettungsaktionen – Sendung am 1.3.2013 – Freitag  20:15 Uhr – 45 Minuten


OUT OF THE DARKNESS

Ein Film von Stefano Levi

Kinofilm – Länge 81 Min. Farbe & S/W – Filmformat 16 : 9

Mit einer kompletten Krankenhaus-Ausrüstung auf dem Rücken seiner einheimischen Helfer wandern der nepalesische Chirurg Dr. Sanduk Ruit und sein amerikanischer Kollege Dr. Geoff Tabin durch das Hochland des Himalayas. Nach dem mehrtägigen Fußmarsch baut das Team in einem abgelegenen Bergdorf im östlichen Nepal ein Operationscamp auf. Viele Hunderte von erblindeten Menschen warten geduldig, um sich operieren zu lassen. Sie leiden am „Grauen Star“. Ursache sind vor allem Mangelernährung, die UV-Strahlung in der Höhe und Dehydrierung. Auf dem Rücken tragen Söhne ihre Mütter, Väter ihre Töchter zur ersten Untersuchung ins Camp. Die Erblindeten sind auf die Hilfe ihrer Familienmitglieder angewiesen und leben in den kleinen Hütten der Dörfer im Verborgenen. Fast immer sind sie der Familie eine Last, da sie nicht für sich selbst sorgen können.

Für die armen Landbewohner kommt eine mehrtägige Reise mit einer kostspieligen Operation im Krankenhaus der Hauptstadt Katmandu nicht in Betracht. So geht es auch der kleinen SANGEETA, die von ihrer Mutter ins Operations-Camp geführt wird. In Dr. Ruit, der im Hochland an der Grenze zu Tibet geboren wurde, sehen die Einheimischen den Retter aus einer ausweglosen Situation. Der Teufelskreis aus Erkrankung, gesellschaftlicher „Nutzlosigkeit” und Verarmung hat für das zweitärmste Land der Welt fatale Folgen. Für Dr. Ruit ist die Heilung von reversiblen Augenkrankheiten in der dritten Welt ein absolut notwendiger Schritt, um den Kampf gegen die Armut zu gewinnen: „Erst wenn die Menschen ihr Augenlicht wieder erlangen, können sie ein menschenwürdiges Leben im Dorf führen - das Opferdasein hat dann ein Ende.“ In dem Camp, in der Nähe seines Heimatdorfes, operiert er und sein Team die Erblindeten nach aktuellem medizinischem Standard in fünf Minuten für 20 €. In einer westlichen Klinik würde die Operation zwischen 1.000 und 5.000 € kosten.

Unter großen Entbehrungen, ohne jegliche Filmförderung oder Fernsehbeteiligung ist mit dem Engagement des Regisseurs Stefano Levi, seines Teams und des Produzenten Werner Kubny ein bildgewaltiger und berührender Film im Hochland des Himalayas entstanden, der im Kino sein ganzes Potenzial entfaltet. Es gelingt dem Team, trotz der Fremdheit der anderen Kultur, den Menschen in eindrucksvollen Szenen von großer Emotionalität ganz nah zu sein.

 

Der Dokumentarfilm OUT OF THE DARKNESS sorgte auf zahlreichen internationalen Festivals (siehe Liste) für Aufsehen und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Winner Jury Prize Best Mountain Film, Mountain Film Award, USA 2011

Winner Best Educational Film, Honolulu Film Awards, USA 2011

Winner Bronze Palm, Mexico Film Festival, Mexico 2011

Winner Outstanding Cinematic Creation, Vesak Buddhist Film Festival, Sri Lanka 2011

Winner Golden Ace Award, Las Vegas Film Festival, USA 2011

Winner Cinematography Excellence, Amsterdam Film Festival 2011

Nomination for Best Documentary, Tenerife Film Festival 2011

Weitere Informationen und den Trailer finden Sie unter http://www.outofthedarkness-film.com/

Eine independend Stefano Levi Filmproduktion in Koproduktion mit Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion. © Stefano Levi & Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion, 2011      

 


DER VERBOTENE KICK –

FRAUEN UND FUSSBALL IN DEUTSCHLAND

Ein Film von Werner Kubny & Per Schnell

Länge 45 Min. Farbe & S/W – Filmformat 16 : 9

Die Dokumentation versetzt die Zuschauer in die 50-er und 60-er Jahre und schildert Lebenswege von fußballvernarrten Frauen, die gegen alle gesellschaftlichen Widerstände ein Stück Emanzipations-geschichte geschrieben haben. Im Vordergrund stehen die konkreten Schicksale, die persönlichen Erfahrungen und die Konflikte, die diese Frauen in der „Herrenwelt“ der damaligen Zeit auszufechten hatten. Denn nicht nur der DFB rief damals „zum Kampf gegen den Damenfußball“ auf, auch von der Kanzel wurde heftig dagegen gepredigt. Und es herrschte allseits noch der Männer-Glaube, dass nicht nur die Frau, sondern auch der Fußball Adams Rippe entsprungen sei. Dabei haben sich unsere Fußball-Pionierinnen nie als aktive Frauenrechtlerinnen verstanden – sie wollten sich nur nicht von den Männern den Spaß am Fußballspielen nehmen lassen. Dass sie Spott ertragen mussten, kümmerte die Frauen nicht. Sie führten sogar privat organisierte, inoffizielle Länderspiele durch, die die damaligen Wochenschauen begleiteten. Der Film macht das komplexe Thema der mühsam voranschreitenden Gleichberechtigung an konkreten Beispielen aus der Lebenswelt der Frauen aus den 50er Jahren deutlich. Aus heutiger Sicht wirkt der Geschlechterkampf auf dem scheinbaren Nebenschauplatz Fußball nahezu irrwitzig und schlägt Kapriolen. Doch seinerzeit führten die männlichen Beteiligten diese Debatte geradezu inbrünstig und mit heiligem Zorn. „Der verbotene Kick“ ist ein Film, der niemanden unberührt lassen wird.

Eine Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion hergestellt für Westdeutscher Rundfunk und Norddeutscher Rundfunk. Original Sendefassung - © WDR/NDR + Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion 2009


ZEITREISE RHEINLAND

Filme von Werner Kubny & Per Schnell

3 Folgen à 45 Min. Farbe & S/W – Filmformat 16 : 9

Folge 1 - Stapelrecht und Seidenstrümpfe

Folge 2 - Kaiser und Kapitalisten

Folge 3 - Schlitzohren und Freiheitsfreunde

Die große dreiteilige Dokumentation schaut mit augenzwinkernden Kommentaren von Konrad Beikircher, Jürgen Becker und Martin Stankowski auf die bewegte Geschichte des Rheinlandes. Schon im Mittelalter ist der Rhein für die Stadt Köln die zentrale Lebensader.  Aus allen Teilen Europas strömen die Händler und Kaufleute auf dem Fluss nach Köln. Der Schrein der Heiligen Drei Könige und der Bau des Domes, ist zu dieser Zeit ein zusätzlicher Anziehungspunkt für viele Pilger. Die berühmte rheinische Gastlichkeit entwickelt sich hier. Im Mittelalter erwerben sich damit besonders die Kölner Reichtum und Ansehen. Wohlhabende Patrizier, weltgewandte Kaufleute und bedeutende Handwerkszünfte streiten sich viele Jahrhunderte mit dem Erzbischof um die Macht in der Stadt. Die Feindschaft eskaliert Ende des 13. Jahrhunderts in der Schlacht von Worringen. Die Düsseldorfer Bürger schätzen ihre kurfürstlichen Regenten, fühlen sich wohl im Schatten des Benrather Schlosses. So sind sie auch dem Schönen und Eleganten stets zugewandt und entwickeln sich schnell zum größten Modehandelsplatz der Welt. Stoffe und Kleider stellten einst die Weber und Tuchmacher von Monschau bis Krefeld her. Brokate, Samte und Seiden aus den Rheinlanden waren heiß begehrte Qualitätswaren: die Reichen und Schönen imponieren damit bei großen Festen an den europäischen Höfen. Hergesellt haben die Tuche arme Frauen und Kinder unter unmenschlichen Bedingungen an Handwebstühlen in Bauernschaften. Die Heimarbeit der linksrheinischen Weber, Färber und Ausrüster war die Keimzelle für eine beispiellose Entwicklung der Tuchindustrie im Rheinland. Sie war nicht nur der Motor für den wirtschaftlichen Aufschwung, sondern auch der Ausgangspunkt für die politischen Konflikte im 19. Jahrhundert.

Eine Kubny & Schnell Film-und Fernsehproduktion hergestellt für Westdeutscher Rundfunk.

Original Sendefassung - © WDR + Kubny & Schnell Film-und Fernsehproduktion 2009



DAS ARCHIV

EIN JAHR NACH DEM EINSTURZ – WIE KÖLN SEIN GEDÄCHTNIS WIEDERFINDET

Ein Film von Werner Kubny, Per Schnell & Kamilla Pfeffer

Länge 45 Min. Farbe & S/W – Filmformat 16 : 9

Als am 3. März 2009 das Kölner Stadtarchiv einstürzte, richtete sich verständlicherweise zunächst die Aufmerksamkeit und Sorge auf die Verschütteten und auf diejenigen, die ihre Wohnungen verloren hatten. Die nächste Frage gilt der Verantwortung für dieses Unglück. Doch daneben und dahinter wird deutlich, wie unermesslich groß der kulturelle Verlust ist oder sein könnte. Das Stadtarchiv stand nie wirklich im Rampenlicht, doch es war das größte und bedeutendste Archiv nördlich der Alpen: Es enthielt den wichtigsten Bestand an mittelalterlichen Dokumenten, Tausende von Urkunden von Kaisern, Fürsten und Kaufleuten, von Klöstern, Kirchen und Päpsten, alle Ratsprotokolle der Stadt Köln seit dem 14. Jahrhundert, wertvolle alte Handschriften – und fast 800 Nachlässe prominenter Nachlassgeber. Das alles lag am 3. März plötzlich unter Trümmern und wird seitdem mit höchstem Aufwand geborgen, erfasst und, wenn möglich, restauriert. Werner Kubny, Per Schnell und Kamilla Pfeffer haben seitdem beobachtet, was alles getan wird, getan werden muss, um wenigstens einen Teil der Archivbestände zu retten und wiederherzustellen. Sie haben Profis und freiwillige Helfer bei ihrer Arbeit begleitet. Sie haben die seltenen Glücksmomente miterlebt, bei denen besonders wertvolle Urkunden oder Bücher wenig oder gar nicht beschädigt geborgen werden konnten. So wird bei dieser Zwischenbilanz ein Jahr nach dem Unglück klar, dass der Weg hin zu einer vollständigen Wiederherstellung des „Gedächtnisses“ noch sehr, sehr lang sein wird.

Eine Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion hergestellt für Westdeutscher Rundfunk

© WDR und Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion Köln 2009


DER LETZTE SEINES STANDES

Eine Sendereihe des Bayerischen Rundfunks

 

DER STEINHAUER aus dem Bergischen Land

Ein Film von Werner Kubny aus der Serie DER LETZTE SEINES STANDES

DER STEINHAUER aus dem Bergischen Land bevor sich die industrielle Arbeit im Rheinland entwickelte, war bereits in dem bergischen Dorf Lindlar ein altes Handwerk zur Tradition geworden: das Steinhauer- und Steinmetz-Gewerbe. Das vielfarbig schimmernde, 350 Millionen Jahre alte Sedimentgestein, Grauwacke genannt, eignet sich besonders gut für den Bau von Häusern, Brücken, Brunnen, Mauern, sakralen Bauwerken und vielem anderen mehr. Hans-Josef Fischer arbeitet seit über fünfzig Jahren im Steinbruch. Die von ihm aus den Felswänden gebrochenen Steinblöcke behaut er ausschließlich noch von Hand nach alter Manier, wie es die Vorväter taten. Auf die Qualität der Werkzeuge kommt es bei der Bearbeitung der Steine besonders an. Deshalb schmiedet Hans-Josef Fischer sich die Spreng- und Bossiereisen selbst. Die Kenntnis und Liebe zu seinem Werk liegt in jedem Hammerschlag, der die rohen Felsblöcke in „hammerrechte“ Bausteine verwandelt. Qualität abzuliefern ist sein ganzes Streben und hat in den Lindlarer Steinbrüchen bis heute Tradition. Die Steinhauer gründeten schon 1706 zur Qualitätssicherung die Steinhauergilde. Doch die Arbeit im Steinbruch war auch gefährlich, in vielerlei Hinsicht. Mit der jahrelangen Tätigkeit setzte sich bei manchem der Steinstaub in der Lunge fest und machte den Steinhauern das Leben schwer. Heute gibt es diese Probleme nicht mehr. Hans-Josef Fischer ist einer der Letzten, der über das alte Wissen verfügt, er ist einer der Letzten seines Standes!

Eine Werner Kubny Filmproduktion hergestellt für Bayerischer Rundfunk - Original Sendefassung. © BR + Werner Kubny Filmproduktion 2008

 


DER RHEINFISCHER

Ein Film von Werner Kubny aus der Serie DER LETZTE SEINES STANDES

Fischerei am Rhein gab es, solange Menschen am Rhein siedelten. Der Niederrhein gehörte einst zu den bedeutensten Gewässern der Binnenfischerei in Deutschland. Rudi Hell kann in seiner Familie auf 300 Jahre Rheinfischerei zurückblicken. Er lebt mit seiner Frau in dem Dorf Grieth am Rhein zwischen Rees und Emmerich. Das Fischfangboot, Aalschokker genannt, wurde in Holland entwickelt und eignet sich aufgrund des flachen Bugs und der einfachen Bauweise besonders gut für den Fang von Aalen im Rhein. Das Geheimnis der Aalschokker liegt auf und unter dem Wasser: Um Fische zu fangen, wird ein ausgebreitetes Fangnetz zwischen zwei Auslegebäumen auf dem Grund des Rheines ausgebracht. Rudi Hell weiß alles über die Lebewesen im Fluss, der Rhein steckt ihm im Blut. Er fängt Fische zum Verzehr aber auch für wissenschaftliche Zwecke: Mehrere Zuchtstationen am Rhein und an seinen Nebenflüssen, haben mit großem Erfolg wieder Lachse in deutschen Flüssen angesiedelt. Vorzugsweise ist der Rheinfischer aber auf Aale aus. Als sein Opa noch fischte, legten die Fischer riesige Netze im Rhein aus, um die Lachse zu fangen. Dann wurde zwischen Duisburg und Emmerich der Rhein für die Schifffahrt gesperrt. Es gab allerorten Märkte und viele Fischereigeschäfte, die insbesondere den begehrten Lachs verkauften. So führt auch Rudi Hell mit großer Begeisterung die alte Tradition seiner Familie unbeirrt fort, nachdem das Wasser im Rhein wieder sauberer geworden ist. Er liebt diese Arbeit und will sie solange machen, wie seine Kraft dazu reicht.

Eine Werner Kubny Filmproduktion hergestellt für Bayerischer Rundfunk - Original Sendefassung. © BR + Werner Kubny Filmproduktion 2008


DER BLAUPLIESSTER

Ein Film von Werner Kubny aus der Serie DER LETZTE SEINES STANDES

Wer einmal das Bergische Land besucht hat weiß, dass dies eine der wasserreichsten Regionen Deutschlands ist. Ein gewichtiger Umstand für die Ansiedlung der Klingen- und Messerindustrie: Wasserkraft war unabdingbar für den Antrieb der Schleifsteine und Pließtscheiben. So entstanden in den Jahrhunderten die s.g. Schleifkotten unmittelbar am Ufer der mannigfachen Bäche und Flüsse im Bergischen Land. In einem der alten Industriegebäude in Solingen arbeitet Wilfried Fehrekampf, Messerschleifer und Blaupließter und setzt die Jahrhunderte alte Tradition der Messerbearbeitung fort. Zentimeterdick hat sich der Schleifstaub auf jede Maschine, jede Werkbank, die zahlreichen Lampen und Behältnisse gelegt. Meister Fehrekampf arbeitet seit fünfzig Jahren in diesem aussterbenden Beruf, er ist einer der letzten Präzisions-Messerschleifer und verdankt seinen einzigartigen Ruf der Tatsache, dass er als einziger noch die höchste Qualitätsstufe im Feinschliff beherrscht, das sogenannte Blaupließten. Er stellt auf diese Weise für die Messermanufaktur Robert Herder Schneidwerkzeuge von höchster Qualität her und wenn sich eine Messerschneide im Gebrauch der Jahrzehnte so abgeschliffen hat, dass nur noch die Hälfte des Metalls vorhanden ist, so hat sie dennoch ihre unvergleichliche Schärfe behalten.

Ein Film über ein Handwerk und seinen Meister, dem wir die schönsten und schärfsten Messer zu verdanken haben.

Eine Werner Kubny Filmproduktion hergestellt für Bayerischer Rundfunk - Original Sendefassung. © BR + Werner Kubny Filmproduktion 2003


DIE HELDEN VON EISENHEIM

Ein Film von Werner Kubny & Per Schnell

Länge 83 Min. Farbe & S/W – Filmformat 4 : 3

Im Herzen des Ruhrgebietes leben noch zwei Originale, wie sie nur der alte Ruhrpott hervorbringen konnte: die Brüder Manni und Gustav Heldt. Unverfälschtes Ruhrpott-Deutsch, das Herz auf der Zunge, immer geradeaus und ehrlich, zu allem und jedem eine Meinung parat. All die Jahre sind sie, unbeeindruckt von Veränderungen und unberührt vom Strukturwandel rings um sie herum, das geblieben, was sie immer waren: ungebrochene Urgesteine des Reviers zwischen Ruhr und Emscher. Grundlage des Kinofilms ist die sechsteilige Doku-Soap “Die Helden von Eisenheim” (1999) für den WDR. Wenn das “Riesenbaby” Manni die kleinen Lieblinge mit seinen riesigen Pranken zärtlich liebkost und streichelt, mit ihnen turtelt und spricht, ja, dann möchte man Taube sein oder so ähnlich. Um Manni ins Wanken zu bringen, braucht es schon einen ausgewachsenen Habicht, der Jagd auf seine Lieblinge macht. Wenn der fiese Taubenschänder wieder zugeschlagen und sich ausgerechnet den preisgekrönten „James Bond“, eine erlesene Wettkampftaube, geschnappt hat, dann ist es besser, Manni nicht anzusprechen, denn dann kommen ihm vor Wut die Tränen und er muss mit seiner Trauer ganz alleine sein im Taubenschlag.

Eine Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion mit Werner Kubny Filmproduktion in Koproduktion mit Westdeutscher Rundfunk sowie Förderung durch Filmstiftung Nordrhein-Westfalen. © WDR + Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion, Werner Kubny Filmproduktion 2003      


ABENTEUER RUHRPOTT

Ein Film von Werner Kubny

Kinofilm Länge 104 Min. Farbe & S/W – Filmformat 16 : 9

Der Kinofilm ist ein aktuelles Sittengemälde voller moderner Mythen und ungewöhnlicher Typen zum Ende eines vergangenen Jahrhunderts. Die Dokumentation durchmisst das Ruhrgebiet mit Themen und Geschichten im Lichte eines dramatischen Wandels: Geschichten von Menschen des Ruhrgebiets im Spannungsbogen zwischen den veränderten Erfahrungswelten von gestern, heute und morgen, ein Zeitdokument, das angemessen eine Lebenswirklichkeit darstellt, die unmittelbar, sinnlich, schroff, konfliktreich, im Hier und Jetzt und im ständigen Wandel befindlich - mit einem Wort - einzigartig ist. „Ruhrpott” - das ist der jüngste Kulturraum auf der deutschen Landkarte, ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen, gewachsen in 150 Jahren aufgrund der größten Wanderungsbewegung in der deutschen Geschichte. „Ruhrpott”, das ist die Wiege der Industrialisierung und des Wohlstandes heutiger Zeit. Aber das ist auch seit drei Jahrzehnten der Ort ständiger Auseinandersetzung mit den Entscheidungen eines immerwährenden „Strukturwandels”. In einer einzigartigen Region, die wie keine andere durch ARBEIT geprägt ist, geht ja nicht nur ein Industriezeitalter zu Ende. Diese ARBEIT war Grundlage für Identität und das Gefühl, in diesem Land gebraucht zu sein. Welche Eigenarten haben sich im “Ruhrpott” über die vielen Jahre dabei entwickelt, was macht diese Region eigentlich aus, was geht zum Ende einer der bedeutensten schwer-industriellen Epochen verloren und was wird gewonnen in dieser Zeit des Wandels? Welche unterschiedlichen Interessen prallen aufeinander und wie verändert sich dadurch der Charakter dieser Region? Eine abenteuerliche Reise durch das Land an Ruhr und Emscher!

Eine Werner Kubny Filmproduktion in Koproduktion mit Westdeutscher Rundfunk, 3Sat

und Fördermitteln der Filmstiftung NRW mit Unterstützung von Städten, Verbänden und Firmen des Ruhrgebietes. © WDR + Werner Kubny Filmproduktion 2003

   


STEIN IST LEBEN

Die Geschichte der Lindlarer Steinhauer.

Der Film „Stein ist Leben“ von Werner Kubny dokumentiert eindrucksvoll die Geschichte der Lindlarer Grauwacke, erzählt von Menschen, die mit viel Herzblut ihre Arbeit machen. Lange bevor sich die industrielle Arbeit im Rheinland entwickelte, hatte hier ein altes Handwerk seinen Platz gefunden: Das Steinhauer- und Steinmetz-Gewerbe. Die Steinblöcke aus Sedimentgestein der Devon-Zeit, ca. 360 Millionen Jahre alt, wurden in den Steinbrüchen um Lindlar abgebaut, bearbeitet und verkauft. Für viele Jahrhunderte bedeutete diese Arbeit die Existenzgrundlage zahlreicher Familien. Der Film erzählt vom Leben der Menschen, von der ehemals mühsamen und gefährlichen Arbeit im Steinbruch, von einem kunstvollen Handwerk, von Sitten, Bräuchen und Traditionen. Bis heute wird in Lindlar Grauwacke von höchster Qualität für den internationalen Markt gefördert und verarbeitet. Wenn auch die computergesteuerte Präzisionstechnik heute außergewöhnliche Produkte ermöglicht, so ist es letztendlich die menschliche Arbeit, die diesen Naturstein zu etwas so Einzigartigem macht.


DER BALL IST RUND

Eine 8-teilige Dokumentationsserie von Werner Kubny & Per Schnell

Fernsehfilme á 45 Min. Farbe & S/W – Filmformat 16 : 9

Video-Nutzung (DVD/Streaming) aufgrund fehlender Rechte nicht möglich

Folge 1 – Mann gegen Mann

Folge 2 – Licht und Schatten

Folge 3Himmelsstürmer und Revoluzzer

Folge 4Graue Mäuse, große Macher sowie Folgen 5-8

Im Sommer 2003 feiert die Fußball-Bundesliga ihren 40. Geburtstag. Als die Fußballer im August 1963 erstmals aufliefen, taten sie das im Gefühl, alles bleibe beim Alten: Vormittags seinem Beruf nachgehen und nachmittags locker trainieren – der Halbtagsprofi. Schnell jedoch wurde klar, dass Fußballspielen für Ruhm und Ehre ausgedient hatte. Fußballspiele wurden zu Schicksalsspielen, Trauerspielen, abgekarteten Spielen und zu grandiosen Erfolgen auch für die Konten der Beteiligten. Was bei Gründung der Liga 1963 noch kaum jemand ahnte: Eine neue Institution war geboren, die wie kein anderes Ereignis Jahr für Jahr allwöchentlich Millionen von Fans in ihren Bann zieht.

Die Dokumentarreihe DER BALL IST RUND des Westdeutschen Rundfunks zeigt uns die Beteiligten dieser Liga in Wort und Bild. In über 100 Interviews werden ihre Karrieren, ihre Niederlagen, die Freude und Trauer der Fans, die großen Spiele erlebbar. In der Rückschau, so scheint es, sind es vor allem die kleinen Geschichten am Rande, die die Essenz des Fußballs ausmachen. Wie sich diese Bundesliga verändert hat, wie sich in ihrer Geschichte auch die Zeitläufe aus vier Jahrzehnten Bundesrepublik widerspiegeln, das schildert diese TV-Reihe in 8 Folgen á 45 Minuten. Die Reise beginnt in der Industriegesellschaft Bundesrepublik der Nachkriegszeit und Adenauerära, wo jeder auf seiner angestammten Position verharrt und sich im Duell Mann gegen Mann redlich müht. Sie endet in der "New Economy"-Gesellschaft, mit Fußballvereinen als börsennotierten Wirtschaftsunternehmen, im Medienzirkus und Werberummel, in taktischen Systemen und Videoanalysen, bei dynamischen Fußball-Angestellten. Dazwischen aber wird eine Fußballgeschichte erzählt, die in dieser Form bisher einmalig ist. Die Filme sind weder sportliche Berichterstattung im üblichen Sinne noch lückenlose Aneinanderreihung von historischen Daten und Fakten. Es ist die gelebte Fußballgeschichte der Bundesliga aus dem Munde der Spieler, Trainer, Manager, Präsidenten, Reporter und Fans mit all den herausragenden Geschichten und kleinen Anekdoten. Aus vier Jahrzehnten Bundesliga erzählen sie das Geschehen in lebendigen Bildern, angereichert und dokumentiert durch hervorragendes Archivmaterial.

Eine Kubny & Schnell Film- und Fernsehproduktion mit Westdeutscher Rundfunk.

 © WDR 2003